EMDR

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing

… könnte man in etwa übersetzen mit „Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegung“. Es wurde von Dr. Francine Shapiro Ende der 80er Jahre entwickelt. Sie ist klinische Psychologin und außerordentliches Forschungsmitglied des Mental Research Institute in Palo Alto, Kalifornien. Sie  selbst gründete das EMDR Institute in Pacific Grove, ebenfalls Kalifornien.

EMDR ist mittlerweile fester Bestandteil der Traumatherapie – wenn nicht sogar DIE Methode schlechthin, die einem bei diesem Thema als erstes einfällt. Es kann aber auch bei anderen Problematiken eingesetzt werden, siehe weiter unten. Shapiro entdeckte, dass durch die rechts-links-Bewegungen der Augen traumatische Erinnerungen quasi vom Hirn wieder neu „geordnet“ werden können. Im Normalfall folgt der Klient mit den Augen den Handbewegungen des Therapeuten, die zügig von links nach rechts gehen. Alternativ kann der Therapeut aber auch links und rechts leicht auf die Oberschenkel oder in die Handflächen des Klienten klopfen.

Bei einem Trauma wird das Ereignis meist nur lückenhaft und bruchstückartig gespeichert und zwar üblicherweise so, dass die Erinnerung selbst nicht mit den Zentren für Zeit, Sprache und Logik verbunden ist. Einfacher ausgedrückt: Durch den Schock des Traumas herrscht zu dieser Erinnerung Chaos im Hirn. Die Emotionen konnten nicht logisch verarbeitet werden und sind getrennt vom Ereignis an und für sich. Auch ist dem Hirn nicht wirklich klar, dass es sich hier um die Vergangenheit handelt. So erklären sich beispielsweise die sog. Flashbacks, wo Erinnerungsfetzen (und die Angst) immer und immer wieder neu erlebt werden, als würde das Ereignis gerade stattfinden.

Bei EMDR werden nun durch die links-rechts-Bewegungen beide Hirnhälften gleichzeitig stimuliert. Durch diese sog. bilaterale Stimulation kann das Gehirn selbst wieder eine Verbindung von Emotionen, Logik, Zeit und Sprache herstellen. Als Folge kann sich die emotionale Belastung eines Themas verringern oder ganz abbauen, es kann nun als „vergangen“ eingestuft werden und die eigene Handlungsfähigkeit im Hier und Jetzt kann so wieder wahrgenommen werden. Die Verarbeitung der Erinnerungs- und Emotionsfetzen durch EMDR kann also im Idealfall die alten Wunden so heilen lassen, dass man das belastende Ereignis mit viel mehr innerer Distanz und Gelassenheit betrachten und sich wieder dem Leben im Heute widmen kann.

Funktioniert EMDR denn nur bei Trauma und Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)?

Nein, das Schöne ist, dass EMDR auch bei anderen Indikationen eingesetzt werden kann:

  • Phobien, Angst- und Panikstörungen
  • extreme Trauerreaktionen
  • Krankheitsbewältigung
  • Schlafstörungen
  • Psychosomatische Störungen
  • Selbstwertthematik
  • Prüfungsangst / Leistungsblockaden u.a.

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